08:30 Uhr: Nach einem guten Frühstück, Aufbruch nach Mailand. Kurz noch ein Zwischenstopp an einer Tankstelle, um die Vignetten für Österreich und die Schweiz zu kaufen. Für die Schweiz gibts ja leider nur das Jahresticket für 27,50 Euro. Österreich langt für 10 Tage und damit in Relation zu den teuren schweizer Preisen nur 7,70 Euro. Die Frage, ob es in Österreich und der Schweiz günstiger ist zu tanken, hätte ich mir sparen sollen – es hat die Laune des Tankwarts sichtbar verschlechtert. ;-)

Kurz hinter der Grenze auf der Autobahn: Ein Unfall kurz vor mir. Also schnell Rettungsgasse gebildet und eine Stunde im Stau verbracht. Da es schneite, waren, wie ich später sehen konnte, zwei LKW und 4 PKW Fahrer wohl nicht dem Wetter angepasst gefahren und miteinander kollidiert. Die schweizer Polizeifahrzeuge sind übrigens nicht blau bzw. grün wie unsere in Deutschland sondern orange und weiß.

Um 14:30 Uhr bin ich dann endlich in Mailand angekommen. Da ich mir am Morgen noch das Hotel über www.hotel.de gebucht hatte, bin ich natürlich erstmal schnell zum einchecken in das Best Western Falck Village Hotel im nördlichen Stadtteil Sesto San Giovanni. Das 2009 neu gebaute Hotel ist für 59 Euro unglaublich günstig und auf deutschen 4 Sterne Niveau. Sehr sauber, modern mit Flatscreen und Internetzugang per Kabel auf dem Zimmer (1h=4 Euro, 4h=7 Euro, 24h=10 Euro.) Da ich noch einiges von OTR auf meinem Webspace hochladen wollte, habe ich mich gleich für 24h entschieden und kann nun nebenbei mit 100kbit/s uploaden und gleichzeitig noch nen Livestream schauen.

Nach einer kurzen Ruhepause bin ich 16:00 Uhr mit dem Auto zur nächsten U-Bahn Station Sesto 1.Maggio FS. Für 2 Euro konnte ich dort 4h parken. Schnell noch das M gesucht und ab in den Untergrund und 14 Stationen nach Duomo gefahren. 20 Minuten später war ich auf den Piazza Duomo. Beim Rausgehen fielen mir gleich die komischen Klaviertöne auf, die eine Pianotreppe verursachte. Natürlich bin auch ich dann mal nicht mit der Rolltreppe gefahren. ;-) Oben empfing mich dann sofort ein schwarzer Italiener, der mir unbedingt erzählen musste, dass er aus Jamaika kommt und mir ein Bändchen um das Handgelenk knotete. Was anfangs kostenlos sein sollte, endete natürlich in Bettelei um 10 Euro. Hoch anfangen und danach runtergehen im Preis. Offenbar kannte der Mann auch das alte Outbounder-Gesetz. Ich habe aus meiner Tasche meine letzten 70 Cent gekramt und ihn stehen lassen.

Auf zum Mailänder Dom (Duomo di Maria Nascente) – Was für ein Wahrzeichen! Ich habe mich bestimmt eine Stunde darin aufgehalten und meine soziologische Ader schlug wieder zu: Beobachten, Beobachten, Beobachten. Wie plötzlich alle Menschen sich daran halten, mal nix zu sagen. Ich kann nur immer wieder beim Anblick solcher Bauwerke staunen. Kirchen üben auf mich eine merkwürdige Faszination aus und ich mag die Stille und den Anblick von Menschen beim Beten und Innehalten.

Die Nebenstrassen und McDonald’s durften natürlich auf meiner Besichtigungstour nicht fehlen und um 20 Uhr war ich wieder im Hotel.

Und hier die Pianotreppe:

Piano Treppe in Mailand from Tobias Wohlert on Vimeo.