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Am 11.03. war der Tag der Heimreise gekommen und so nutzte ich die Fähre um von meiner Übernachtungsinsel Lido di Venezia und dem Hotel Villa Laguna nach Hettstedt zu kommen. Abfahrt war 11:30 Uhr und um 23:15 Uhr war ich am Ziel. Leider war in Venedig das Wetter so winterlich und der kalte Schnee peitschte ins Gesicht, sodass ich, wie viele andere Touristen, den Abend nur in einem Restaurant verbracht habe. Ein Erlebnis der besonderen Art, denn das Personal machte es sich erst einmal selbst an einer Tafel gemütlich und nahm in aller Ruhe das Abendmahl zu sich. Nach 15 Minuten Wartezeit war dann auch ich an der Reihe und durfte bestellen. Nach meinem Italienbesuch bin ich mir sicher, dass es viel zu viele Touristenrestaurants mit schlechtem Essen und schlechtem Service in Italien gibt!


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Heute stand die Abreise aus Rom und die Fahrt nach Rimini auf dem Plan. Alles begann mit Regen in Rom, dabei waren es gestern noch sonnige 16 Grad. Auf dem Weg über Perugia und Cesena erwischte mich dann auf den Bergstraßen der Wintersturm – überall nur noch Schnee. Einige LKWs kamen ins Rutschen und blockierten die Fahrbahn. Ich kam also erst um 17 Uhr in Rimini an und habe über hotel.de das accademia Hotel für 53 Euro inkl. Frühstück gefunden. Wirklich sauber, seeeeehr freundlich und modern inkl. kostenlosem LAN auf dem Zimmer. Das 3 Gänge Menü am Abend inkl. Getränk für 20 Euro war ok. Morgen gehts auf nach Venedig.

Für Rom habe ich mir dann doch zwei Tage Zeit genommen, da ich von den vielen Sehenswürdigkeiten überwältigt war.

Wie ich lernen durfte, verlangt das öffentliche Parkhaus Villa Borghese für Rom günstige 20 Euro pro PKW und Nacht für eine Parkmöglichkeit. Deutlich teurer wäre es auf den Privatparkplätzen des Hotel Adriano mit 40 Euro pro PKW und Nacht. Abzocke! Mein Rat: Mit dem Zug zum Hauptbahnhof (Termini) anreisen und danach mit dem Bus weiter in die Nähe des Hotels. Rom mit dem Auto ist eine Herausforderung, da Italiener nicht blinken, jedoch im Verhältnis zu Deutschen sehr nachsichtig sind gegenüber KFZ mit ausländischen Kennzeichen. Mein Hotel war mit 120 Euro auch nicht billig aber dafür sehr zentral zwischen allen Sehenswürdigkeiten gelegen. Im ersten Zimmer erinnerte mich der Geruch im Bad an ein öffentliches WC. Nach einem kurzen Anruf bei der Rezeption bekam ich aber ein Doppelzimmer mit sauberem Bad.

Zum Mittag habe ich das Restaurant Ciro&Ciro (Largo Chigi 5, 00187 Roma) besucht:
Mozzarella & Prosciutto: 10 Euro, der Mozarella ist von körniger Struktur und es läuft schon bei leichtem Druck viel Flüssigkeit aus, der Schinken ist am Rand bereits gewellt, auf meinem Teller entdecke ich eine Fischgräte (so groß wie ein abgeschnittener Daumennagel) Es werden mit Focaccia angeboten, jedoch ohne zu erwähnen, dass diese 4 Euro kosten. Zudem zahle ich als einziger Gast an einem 2er Tisch gleich 1 Euro extra. Die Pizza Diavola ist dekoriert mit 15 kleinsten Salami-Würfeln, von Scheiben keine Rede, der Rand 3cm breit und es ist viel Öl auf der Pizza. Meine persönliche Meinung: Nie wieder werde ich hier auch nur noch einen Euro lassen, geschweige denn 27,50 Euro!

Am Sonntag habe ich noch das Museo Nazionale Romano sowie den Piazza di Spagna besucht.

Montag habe ich dann an einer geführten Tour durch San Pietro, Musei Vaticani und la cappella sistina teilgenommen. Zusätzlich zu den 15 Euro Eintritt kostet die Tour 25 Euro. Die Britin Catherine (ehem. Geschichts-Studentin) von When in Rome Tours hat das sehr witzig dargestellt und die 2 1/2 Stunden sind schnell vergangen. Natürlich stand auch das Pantheon, der Piazza Navona und die Fontana die Trevi auf dem Programm. Im Anschluss habe ich mir noch ein 15 Euro Ticket für die Stadtrundfahrt 110Open gekauft und dann Colosseo und Foro Romano aus dem Fenster gesehen, Circo Massimo und Piazza Venezia ebenfalls. Am beeindruckensten fand ich Michelangelos Werke, die einen Witz haben, der mir so gar nicht bewusst war. Am Abend habe ich in einer winzigen Gasse die Karte des Ristorante Spago al Parlamento (Vicolo Rosini 6/7, 00186 Roma)  studiert und wurde stilvoll begrüßt. Mein Gefühl trügte dieses Mal nicht und es war vorzüglich und von der Sauberkeit her auf dem Niveau deutscher Sterneküche (was in Italien ja selten ist…)

Heute bin ich von Mailand nach Florenz gefahren. Nach meinen letzten Erfahrungen mit den Preisen der Minibar im Mailänder Hotel habe ich noch schnell recherchiert, welche Einkaufsmöglichkeiten es in Florenz gibt. Schnell fand ich I Gigli, das wohl größte Einkaufszentrum was ich je gesehen habe. Also in ich hier erstmal bis 15:00 Uhr durch die Geschäfte geschlendert. Dabei habe ich bewusst keine Nudeln, kein Olivenöl, keinen Balsamessig, keinen Käse und auch keinen Schinken eingekauft. Das gibts ja alles auch in Deutschland. 🙂

Danach habe mich zum B&B Redidenza La Mongolfiera begeben. Was für ein freundlicher Empfang, sehr persönlich. Kostenloses WLAN tut gut! Das Zimmer ist sauber aber direkt an einer Nebenstrasse gelegen, sodass ich sicher nicht bei offenem Fenster schlafen kann. Bevor ich den Bus in die Innenstadt nahm, parkte ich mein Auto noch in den blauen Bereichen und fütterte die Parkuhr mit 5 Euro.

Nun gings in die Stadt. Der unfreundliche Busfahrer sagte mir natürlich nicht Bescheid, als wir den Piazza San Marco erreicht hatten, bei dem ich aussteigen wollte. Der nächste unfreundliche Italiener begegnete mir in Polizeiuniform. Die fand ich so originell, dass ich gleich losknipsen wollte. Ein „eh eh“ und ein folgendes „you have to ask before you take a photo“ ließen mich fragen: „May I take a picture please?“ Die Antwort war sonnenklar: „No, not here.“ Danke auch!
Danach hatte ich keine Lust mehr, mir einen Stadtplan zu besorgen. Ich lief einfach der Nase und dem Touristenstrom nach. So entdeckte ich auch eine paar Straßenmusiker (s.Video) und eine Pantomime. Dabei kam ich wie zufällig zur Ponte Vecchio (übersetzt wohl einfach „alte Brücke.“) Hier kann man Schmuck in Hülle und Fülle kaufen. Die fehlenden Preisschilder schrecken Touristen wie mich ab, dumm nachzufragen, zumal ich immer noch „Gracias“ statt „Grazie“ auf den Lippen habe und es deshalb lieber ganz bleiben lasse und mich auf Englisch beschränke. Da haben sich die Groovy Basics Spanisch wohl fester eingebrannt als ich dachte. Florenz wird mir als eine unglaublich auf Touristen und Konsum ausgerichtete Stadt in Erinnerung bleiben.

Strassenmusiker in Firenze / Florenz am Piazza della Repubblica from Tobias Wohlert on Vimeo.

Am Sonntag steht Rom auf meinem Plan.

08:30 Uhr: Nach einem guten Frühstück, Aufbruch nach Mailand. Kurz noch ein Zwischenstopp an einer Tankstelle, um die Vignetten für Österreich und die Schweiz zu kaufen. Für die Schweiz gibts ja leider nur das Jahresticket für 27,50 Euro. Österreich langt für 10 Tage und damit in Relation zu den teuren schweizer Preisen nur 7,70 Euro. Die Frage, ob es in Österreich und der Schweiz günstiger ist zu tanken, hätte ich mir sparen sollen – es hat die Laune des Tankwarts sichtbar verschlechtert. 😉

Kurz hinter der Grenze auf der Autobahn: Ein Unfall kurz vor mir. Also schnell Rettungsgasse gebildet und eine Stunde im Stau verbracht. Da es schneite, waren, wie ich später sehen konnte, zwei LKW und 4 PKW Fahrer wohl nicht dem Wetter angepasst gefahren und miteinander kollidiert. Die schweizer Polizeifahrzeuge sind übrigens nicht blau bzw. grün wie unsere in Deutschland sondern orange und weiß.

Um 14:30 Uhr bin ich dann endlich in Mailand angekommen. Da ich mir am Morgen noch das Hotel über www.hotel.de gebucht hatte, bin ich natürlich erstmal schnell zum einchecken in das Best Western Falck Village Hotel im nördlichen Stadtteil Sesto San Giovanni. Das 2009 neu gebaute Hotel ist für 59 Euro unglaublich günstig und auf deutschen 4 Sterne Niveau. Sehr sauber, modern mit Flatscreen und Internetzugang per Kabel auf dem Zimmer (1h=4 Euro, 4h=7 Euro, 24h=10 Euro.) Da ich noch einiges von OTR auf meinem Webspace hochladen wollte, habe ich mich gleich für 24h entschieden und kann nun nebenbei mit 100kbit/s uploaden und gleichzeitig noch nen Livestream schauen.

Nach einer kurzen Ruhepause bin ich 16:00 Uhr mit dem Auto zur nächsten U-Bahn Station Sesto 1.Maggio FS. Für 2 Euro konnte ich dort 4h parken. Schnell noch das M gesucht und ab in den Untergrund und 14 Stationen nach Duomo gefahren. 20 Minuten später war ich auf den Piazza Duomo. Beim Rausgehen fielen mir gleich die komischen Klaviertöne auf, die eine Pianotreppe verursachte. Natürlich bin auch ich dann mal nicht mit der Rolltreppe gefahren. 😉 Oben empfing mich dann sofort ein schwarzer Italiener, der mir unbedingt erzählen musste, dass er aus Jamaika kommt und mir ein Bändchen um das Handgelenk knotete. Was anfangs kostenlos sein sollte, endete natürlich in Bettelei um 10 Euro. Hoch anfangen und danach runtergehen im Preis. Offenbar kannte der Mann auch das alte Outbounder-Gesetz. Ich habe aus meiner Tasche meine letzten 70 Cent gekramt und ihn stehen lassen.

Auf zum Mailänder Dom (Duomo di Maria Nascente) – Was für ein Wahrzeichen! Ich habe mich bestimmt eine Stunde darin aufgehalten und meine soziologische Ader schlug wieder zu: Beobachten, Beobachten, Beobachten. Wie plötzlich alle Menschen sich daran halten, mal nix zu sagen. Ich kann nur immer wieder beim Anblick solcher Bauwerke staunen. Kirchen üben auf mich eine merkwürdige Faszination aus und ich mag die Stille und den Anblick von Menschen beim Beten und Innehalten.

Die Nebenstrassen und McDonald’s durften natürlich auf meiner Besichtigungstour nicht fehlen und um 20 Uhr war ich wieder im Hotel.

Und hier die Pianotreppe:

Piano Treppe in Mailand from Tobias Wohlert on Vimeo.

Heute habe ich mich dann doch zur Fahrt nach Italien aufgerafft. Ich wollte nicht, wie in meinem letzten Urlaub, nur zuhause hocken. 😉 In Hettstedt ging es also um 12 Uhr los und kurz nach 17 Uhr war ich bei meinem ersten Zwischenstopp angekommen: Pension Sternberg in Grünenbach.

Das Dorf liegt idyllisch in der Nähe von Lindau am Bodensee. Die Übernachtung kostet inklusive Frühstück nur sensationelle 32 Euro. Der Haushund begrüßte mich als erster freudig, danach die Hausdame mit Handschlag, Blick in die Augen und einem regionstypischen „Grüß Gott, Sternberg.“ Das war also Fr. Sternberg. Sie begleitete mich ins Haus, zeigte mir den Frühstücksraum und ihren Mann, dem ich kurz zunickte, und mein Zimmer für diese Nacht. Prima! Mal schauen, wie das Frühstück ist, zu dem ich um 07:30 Uhr aufbreche. Kostenloses WLAN ist auf jeden Fall schon einmal vorhanden!

Den Abend verbrachte ich im Landgasthof Krone in Maierhöfen bei einem Alster, leckeren Kürbisravioli und dem „Pfännle“ mit Schweinefilets und Schupfnudeln. Lecker und <25 Euro!

Folgende Strecke werde ich zurücklegen:


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